Naturreservat Gålö – eine kleine Wanderung

Das Naturreservat genießen viele auch vom Wasser aus.

4. September 2022 – Eine Dreiviertelstunde von uns entfernt, liegt das Naturreservat Gålö (ziemlich in der Nähe von Björnö, wo wir auch schon gelaufen sind). Dort kann man sehr schön für zwei Stunden um eine kleine Halbinsel wandern (4.5 km). Oder campen bzw. glampen. Baden geht natürlich auch im Sommer: am längsten Sandstrand des Stockholmer Schärengartens oder in einer der kleinen Buchten um die Halbinsel herum.

Tiefblaues Wasser und warme Felsen, von denen aus man ins Meer hüpfen kann – zumindest im Sommer.

Heute war es schon herbstlich kühl (16 Grad Maximaltemperatur, nachts nur noch einstellig, ca. 6 Grad). Da hat nur noch der Hund gebadet. Aber genossen habe ich die Runde am Meer entlang trotzdem sehr: Der Rundweg um die Halbinsel geht am Parkplatz des „Skälåkers Båtsklubb“ (kostenpflichtig) los und ist mit blauen und roten Punkten gut markiert. Nur am Schluss habe ich irgendwann die Markierung verloren, aber da waren wir fast schon wieder am Ausgangspunkt zurück. Mit einem Blick auf Google Maps und einem der vielen Trampelpfade folgend sind wir problemlos wieder am Parkplatz gelandet.

Diese Strecke im Naturreservat Gålö sind wir heute gelaufen.

Gute Schuhe, Sonnenschutz und Trinkwasser braucht man

Die Strecke wird zwar auch in einem Wanderführer für Familien mit Kindern empfohlen, aber man sollte schon gut zu Fuss sein, um sie zu bewältigen: Die Wege sind nicht plan, es gibt sehr viele Wurzeln und Felsen, einige querliegende Baumstämme über dem Weg, zum Teil ist das Gelände auch sehr steil. Gute Wanderschuhe sind auf jeden Fall hilfreich, genügend Trinkwasser und Sonnenschutz sollte man an warmen Tagen auch dabei haben.

An der steilsten Stelle hilft ein Seil, den Berg raufzukommen.

Unterwegs gibt es – wie überall in Schweden – mehrere angelegte Grillplätze mit phantastischer Aussicht in die Schären. Viele Segelboote gleiten pittoresk vorbei – manche nervigen Motorboote mit lauten Motoren ab und zu auch. Aber alles in allem ist es sehr friedlich und schön. Und wenn ein Platz schon besetzt ist, lässt man sich eben ein paar Meter weiter nieder.

Grillstelle mit kleinem Sandstrand nebenan. Davon gibt es mehrere am Wegesrand.

Grillen oder im Bistro des Campingplatzes einkehren

Wer keine Grillsachen mitschleppen möchte, kann am Ende der Wanderung in das kleine Bistro des Campingplatzes einkehren. Das liegt ein paar hundert Meter vom Parkplatz des Bootsvereins entfernt neben der Rezeption (Öffnungszeiten vorher auf der Homepage checken!). Hier bekommt man einen Teller Pommes für rund sechs Euro (59 Kronen), die üblichen Hamburger oder einen Falafelteller mit Humus für etwas über 10 Euro (ca. 125 Kronen). Kaffee, Eis, bulle (Zimtwecken), smörgås (Sandwich) und kalte Getränke sind natürlich auch erhältlich.

Im Bistro gibt es nach dem Wandern kleine Stärkungen. Alle Fotos: privat.

Die Idee, diese Wanderung zu machen, hatte ich in dem Buch „Barnfamiljens friluftsguide till Stockholm“ (s. Foto unten) gefunden. Wer etwas schwedisch kann, sollte sich diese Reihe genauer ansehen: Es gibt eine riesige Auswahl an Wanderführern für ganz Schweden. Auch Kajak-, Kletter- , Ski- und Radtouren sowie Kochen über offenem Feuer und ein Erste-Hilfe-Buch für outdoor-Abenteurer werden angeboten. Auf deutsch ist nur eines der Bücher erschienen – über die „Höga Kusten“. Auf englisch gibt es das auch und zusätzlich noch eins über den „Skåneleden“, einen 200km langen Wanderweg im Süden Schwedens.

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