Abschiede feiern wir

Abschiede – eine Grunderfahrung für Expat-Kids

Abschied nehmen gehört zum Expat-Leben dazu. Auch für die Kinder. Im ersten Schuljahr, das unsere 6jährige nun beendet, ist schon eine Freundin weggezogen – eine andere folgt nun in den Sommerferien. Auch in den Klassen unserer anderen Kinder gab und gibt es ein ständiges Kommen und Gehen. Besonders schade ist es natürlich, wenn FreundInnen wegziehen.

Aber Abschiede sind nicht so schlimm wie man vielleicht denkt, wenn man sie seltener erlebt. Klar, sie tun weh. Man vermisst die Menschen. Aber man kann selbst das Abschiednehmen ein wenig lernen.

Corona hat uns nicht daran gehindert, Abschied zu feiern

Wir versuchen, Abschiede immer zu feiern. Vor unserem Umzug nach Schweden hat uns Corona das erschwert. Aber selbst da haben wir es geschafft, mit einigen, ganz wenigen FreundInnen noch letzte Male im Garten – mit ganz viel Abstand – zu grillen oder noch ein Eis essen zu gehen. Der Abschied der Schulkinder aus der Kita, zu denen auch unsere Tochter gehörte, wurde von einer Erzieherin sehr liebevoll und mit ganz viel Sinn für die Wichtigkeit eines solchen Rituals inszeniert.

Übergänge und Abschiede sollte man nicht ignorieren. Sie sind wichtig. Egal ob es ein Abschied von der Kleinkinderzeit ist, wenn der erste Zahn ausfällt (heute passiert!!), wenn es losgeht in ein Austauschjahr, ein Job endet und ein neuer beginnt oder eben jemand wegzieht.

Kind mit Zahnlücke unten mittig. Die erste...
Heute fiel der erste Zahn endlich raus – gerade noch im ersten Schuljahr :-).

Deshalb war ich ziemlich schockiert, als sich eine Hort-Erzieherin meiner Tochter an ihrem letzten Tag vor einigen Wochen von keinem einzigen Kind verabschiedet hat. Sie ist einfach so sang- und klanglos verschwunden. Meine Tochter und ich wollten ihr eigentlich noch ein Abschiedsgeschenk geben – selbst das gelang uns nicht. Sie hat es von einer Kollegin entgegennehmen lassen und uns nur per Brief (ohne Absender und Kontaktmöglichkeit) gedankt. Sie dachte wohl, sie könnte den Abschied selbst so besser ertragen. Aber ich bin sicher, dass es ihr besser gegangen wäre, wenn sie sich getraut hätte, richtig „tschüß“ zu sagen zu „ihren“ Hort-Kindern…

Gute Erinnerungen an Abschiede machen sie leichter

Wir feiern Abschiede wie gesagt. Das macht sie viel erträglicher. Es ist wichtig, gute Erinnerungen mit einem Abschied zu verknüpfen. Deshalb haben wir versucht, den Abschied unserer Tochter von ihrer guten Freundin, die nun zurück nach Deutschland zieht, als etwas Besonderes zu gestalten. Wir haben sie zu einer Übernachtung eingeladen, auf der Dachterrasse gegrillt und eine kleine „Nachtwanderung“ geplant – mit Fackeln. Für Kinder muss es nichts Gigantisches sein, um bleibende Erinnerungen zu schaffen. Eine Nachtwanderung fast im Hellen, weil es in Schweden im Juni kaum richtig dunkel wird, genügt völlig. Vor allem mit Fackeln.

Zwei Kinder mit Fackeln gehen am Meer auf einem asphaltierten Weg spazieren.
Fackeln bei der Abschieds-Nachtwanderung abends um 22:15 Uhr im Juni in Schweden. Fotos: alle privat.

Erinnerungen an die Covid19-Pandemie

17.05.2021

Online-Berichte statt Archivmaterial

Museen weltweit haben begonnen, Erinnerungen an die Covid19-Pandemie zu sammeln. Meistens Sachen, von Museums-Experten ausgewählt. Das Museum für Hamburgische Geschichte sammelt ebenso wie das Smithsonian in den USA oder Archive in Frankreich. Das Nordiska Museet in Stockholm macht es anders: Es fragt die Menschen direkt nach ihren Erfahrungen. Gemeinsam mit dem Norwegischen Volksmuseum sind SchwedInnen und NorwegerInnen (theoretisch aber alle Menschen) in aller Herren Länder aufgerufen, ihre persönlichen Erfahrungen und Berichte zur Pandemie und zum Thema „Impfung“ online zu hinterlassen. Auch Fotos und Filme können hochgeladen werden. Die Texte und Dokumente werden laufend veröffentlicht.

Keine vergleichbaren Projekte

Ob es in anderen Ländern ähnliche Projekte gibt? Gefunden habe ich noch keines (falls Ihr welche kennt: kommentiert gerne!). Zwar gibt es z.B. vom National Museum of Singapore eine online-Ausstellung von Fotografien aus der Pandemie-Zeit. Die zeigen sehr interessante Aspekte. Das „Covid Art Museum“ dokumentiert Kunstwerke, die während der Pandemie entstanden sind, online. – Aber unmittelbare Berichte einzelner Menschen über ihre Ängste, Wünsche, Hoffnungen, Zukunftsträume, ihre Wut, ihre Hilflosigkeit, ihr Unverständnis, kurz: menschliche Erinnerungen an die Covid19-Pandemie, diese Berichte scheinen es bisher kaum online in die Museen zu schaffen.

Weltkarte mit einem roten Covid19-Stempel darüber.
Foto: Pete Linforth/ Pixabay

Bei der Sammlung des Nordiska Museet kann jede/r teilnehmen, und die Ergebnisse sind schon jetzt auf einer interaktiven Karte einsehbar. Meist steht ein Name (muss kein Klarname sein) und ein Geburtsdatum dabei. Viele der Berichte stammen von denselben Daten (z.B. vom 19./20. März 2020) – den Grund dafür habe ich noch nicht herausgefunden. Ich vermute, dass es mit der Berichterstattung über das Projekt in den Medien zu tun haben könnte. Der schwedische Sender SVT hat allerdings erst im April etwas dazu veröffentlicht. Möglicherweise ging das Projekt auch an diesen Tagen online. Oder es werden die Berichte vor Veröffentlichung geprüft und dann „stoßweise“ zu bestimmten Zeiten veröffentlicht. Wenn man länger sucht, findet man jedoch Texte aus ganz unterschiedlichen Monaten der Jahre 2020/2021.

Geschichten aus aller Munde zur Covid19-Pandemie

Die Erzählungen stammen von Männern und Frauen, Jungen und Älteren, Berufstätigen und RenterInnen, Jugendlichen und StudentInnen, Stadt- und Landbewohnern, Menschen, die selbst erkrankt waren oder nicht. Manche äußern Vertrauen in die Behörden, andere nutzen den Platz, um die Regierung oder ihre MitbürgerInnen zu kritisieren, manche üben auch Selbstkritik, weil sie selbst zu unvorsichtig gewesen seien. Manche äußern die Hoffnung auf große gesellschaftliche Veränderungen, besonders jüngere Leute weisen auf die Erholung der Natur während der Pandemie hin und hoffen, dass sich die Menschen in Zukunft bewusst dafür entscheiden, weniger zu fliegen und zu konsumieren.

Im DHM: Sachen statt Gefühle

Das Deutsche Historische Museum sammelt ebenfalls Erinnerungen an die Corona-Pandemie – aber ganz anders. Um überhaupt den Eintrag im Blog zu finden, der sich mit dieser Sammlung befasst, muss man konkret danach suchen. Er stammt auch erst aus dem März 2021 – als die Pandemie bereits mehr als ein Jahr andauerte. In einer Blog-Beitragsserie erzählen mehrere SammlungsleiterInnen über verschiedene Bereiche, aus denen sie Artefakte zur Pandemie sammeln. Zum Beispiel politische Cartoons, Plakate von Unternehmen und Straßenschilder, Alltagsgegenstände wie Masken und virenförmiger Weihnachtsschmuck… Was fehlt, sind die Berichte von Menschen. Hier gibt es keine unmittelbaren Emotionen, keine Alltagsgeschichten, kein Foto vom Wiedersehen mit Opa nach der Impfung. Beim Lesen mancher Berichte des Nordiska Museet schießen mir die Tränen in die Augen. Wenn ich die vom DHM gesammelten Fotos leerer Supermarktregale anschaue, dann mit viel Distanz.

Ein weltweites online-Museum für Covid19-Erinnerungen

Vielleicht sollten sich andere Museen – gerade in diesen Zeiten der Distanzierung – auch direkter an die Menschen wenden, deren Erinnerungen an die Covid19-Pandemie zugänglich machen? Geschichten von anderen Menschen zu lesen, lässt uns sie fühlen. Eine weltweite Erinnerungsseite könnte für ein Gefühl der Verbundenheit sorgen – über Grenzen und Lockdowns hinweg.

Graphisch dargestellte Menschen ohne konkrete Gesichtszüge mit Linien zwischen ihnen, um Verbindung zu zeigen.
Foto: Gordon Johnson/ Pixabay

Interview mit Hannes (47)

Der Optimist erwartet bessere Zeiten

1. Auf einer Skala von 1-10 (1=schlecht, 10=supergut): wie geht es Dir im Moment?

6. Weil es mir nicht supergut, aber auch nicht superschlecht geht. Die Pandemie geht mir auf die Nerven. Ich würde gerne wieder Leute treffen. Mehr Musik machen. Zu Veranstaltungen gehen. Eigentlich alles, wo man Leute trifft.

2. Was gefällt dir bisher am besten/am wenigsten hier?

Ich hab mehr Zeit für die Familie. Ich mag das Wohnen am Wasser. Ich mag den Ausblick über die Häuser und die Stadt. Stockholm ist schön. Ich habe allerdings nicht das Gefühl, dass der Familienstress weniger geworden ist. Da hatte ich mir mehr versprochen. Die Corona-Situation nervt. Ich vermisse auch meinen alten Job, obwohl ich da keine Zeit gehabt hätte – leicht widersprüchlich, aber ich habe meinen alten Job sehr gern gemacht.

3. Gibt es etwas, was dich in Schweden überrascht hat?

 Ja. Ich suche schon die ganze Zeit das Wort dafür. Die kulturellen Unterschiede sind größer, als ich gedacht habe. Das merkt man im Moment ganz besonders wegen der Pandemie-Situation, im Umgang mit der Pandemie aber auch anderen Fragen. Zum Beispiel – ich kann das noch nicht so auf den Punkt bringen… – einerseits haben die Schweden relativ starke soziale Regeln, andererseits ziehen sie die Grenzen für die Einmischung von anderen viel stärker. Und da stößt man mit einem anderen kulturellen Erfahrungshintergrund auf potenzielle Konflikte.

Es ist allgemein akzeptiert, auch in der Schule, dass Jungs und Mädchen, Frauen und Männer, gleich behandelt werden, und dass Seximus keine akzeptable Verhaltensform ist. Es wird aber in einem Fall in der Schule gleichzeitig abgelehnt, unter allen Eltern – z.B. bei einem Elternabend – offen darüber zu reden. Es werden klare Grenzen gezogen, auch gegenüber denjenigen, die sich sexistisch geäußert haben. Es wird dann 1:1 geregelt und nicht groß thematisiert. Die Regel ist klar, und der Verstoß wird individuell besprochen… das ist so ein Beispiel, aber noch nicht genau auf den Punkt gebracht. Wenn ich es schon genauer auf den Punkt bringen könnte, hätte ich es schon besser verstanden.

4. Hast Du hier schon etwas Neues kennengelernt, etwas hier zum ersten Mal gesehen oder erlebt?

Jede Menge im Job. Ich habe vorher noch nie in einer Botschaft gearbeitet. Die schon erwähnten kulturellen Unterschiede. Es ist neu, in Schweden zu leben, und im Alltag hier zu leben, aber das kann man nicht an einem Punkt festmachen. 

5. Ist Dein Job so, wie Du ihn Dir vorgestellt hast? Warum (nicht)?

Nein, weil durch die Pandemie der Job überhaupt nicht so ist, wie er vorher war, und wie ich mir vorher ein Bild davon gemacht habe.  

6. Die Kinder in Deutschland haben seit Monaten Distanzunterricht wegen der Covid19-Pandemie. Wenn sie in der Schule sind, müssen sie Masken tragen und Abstand halten, nun auch regelmäßig Schnelltests machen. - Hier in Schweden gehen die Kinder von Klasse 1-9 durchgehend zur Schule seit wir hier sind (Aug. 2020). Masken werden in der Schule nur von wenigen Kindern freiwillig getragen, Abstände gibt es nicht, Schnelltests gibt es nicht, Luftfilter gibt es nicht... Welche Vor- und Nachteile dieser Situation siehst Du für die Kinder in Deutschland bzw. in Schweden?

Der Nachteil hier in Schweden ist, dass die Gefahr für die Kinder und Familien und die Gesellschaft insgesamt deutlich höher ist, sich mit Covid anzustecken. Gleichzeitig ist es sicher ein Vorteil, und gewissermaßen auch gut für die Gesundheit der Kinder und der Familien, dass sie nicht die ganze Zeit zuhause hocken, weiterhin soziale Kontakte haben, rauskommen. Und meine Meinung dazu hat sich während der Zeit hier mindestens zwei Mal geändert. Erst fand ich es eher unverantwortlich, die Kinder nicht nach Hause zu schicken. Nach einer langen Zeit, wo die Kinder in Deutschland zuhause waren, und ich mit Freunden in Deutschland gesprochen habe, war ich eigentlich ganz froh, dass die Kinder hier zur Schule gehen können. Jetzt habe ich gerade wieder das Gefühl, die Infektionszahlen steigen so hoch, dass ich nicht so begeistert davon bin.  

7. Was könnten die Schweden von den Deutschen lernen und andersrum?

Die Schweden könnten lernen, kritischer zu hinterfragen und auch offen zu diskutieren, ob der Kurs ihrer gewählten politischen Vertreter und Behörden richtig ist. Die Deutschen könnten im Grundsatz mehr Vertrauen in ebendiese Politik und Behörden lernen und vor allem einen Geist des gemeinsamen Schaffens hier abschauen. Insgesamt sind die Schweden gelassener. Und auf eine fast schon stoische Art dem Gemeinsinn verpflichtet. Ich glaube, die Schweden könnten lernen, dass Europa mehr ist, als nur das Festhalten an dem eigenen Status quo. Dass wir es brauchen, und es nur funktionieren wird, wenn wir miteinander teilen und jeder bereit ist, von seinem Teil des Kuchens abzugeben. Konkret heißt das, Schweden wird sowohl fiskal- als auch sozialpolitisch mehr auf Europa zugehen müssen, wenn Europa funktionieren soll.

8. Wie ist das, wenn man plötzlich Ausländer ist? In welchen Situationen merkst Du, dass Du Ausländer bist?

Permanent, wenn ich an meine sprachlichen Grenzen stoße. Und eben auch bei den erwähnten kulturellen Fragen. Ich finde das eigentlich ganz spannend. Weil es mir Spaß macht, Neues zu entdecken und auch das zu entschlüsseln, diese kulturellen Unterschiede, zu verstehen, mich auf die anderen einzulassen, die andere Seite zu sehen. Oder dieselbe Sache mit anderen Augen zu sehen. 

9. Wo wärst du jetzt gern, wenn du für ein paar Stunden überall auf der Welt sein könntest? Wen würdest du dorthin mitnehmen oder treffen?

Ich würde eigentlich gerne eine große Party mit unseren Freunden aus Deutschland und neuen Freunden aus Schweden hier im Haus mit meiner Familie machen und miteinander feiern: am liebsten, dass die Pandemie vorbei ist.  

10. Wer oder was hilft Dir beim Eingewöhnen hier?

Erstmal hilft es, dass wir hier zusammen als Familie sind. Zweitens helfen die KollegInnen. Drittens hat wirklich viel mein Freund Matthias geholfen (ein Schwede).  

11. Wenn Du drei Wünsche frei hättest, was würdest Du Dir gerade wünschen? (Alles ist erlaubt und möglich.)

Richtig viel entspannte Zeit mit meiner Frau. Entweder mit wahnsinnig braven Kindern oder ohne. Ansonsten wäre ich noch gern ein berühmter Rockstar. Und außerdem hätte ich gern einen VW-Käfer. Ach so, und Weltfrieden, Klima gerettet und soziale Gerechtigkeit hätte ich auch noch gerne. 

12. Wie gehst Du damit um, wenn die Situation für Deine Familie schwierig ist, wenn es Dir selbst oder einem Familienmitglied gerade nicht gut geht?

Erstens denke ich meistens, dass alles gut wird, und wir das schon hinkriegen. Zweitens versuche ich, das dem Rest der Familie beizubringen und drittens werde ich sauer, wenn sie das nicht verstehen wollen, was viertens dann nicht so förderlich ist. – Sich an einem neuen Wohnort einzugewöhnen braucht Zeit und ist im Ausland ja auch noch durch besondere Schwierigkeiten geprägt. Besonders während einer Pandemie.

13. Kannst Du schon Schwedisch?

Min svenska är inte so bra, men det blir bättre. (Mein Schwedisch ist nicht so gut, aber es wird besser.)

14. Ein Blick in die Zukunft: Was glaubst du, wie es Dir und Deiner Familie hier in einem Jahr gehen wird? Was wird anders sein als jetzt? Wie?

Richtig gut. Wir werden nach über einem Jahr Corona erstmal richtig starten hier, Freunde treffen, das Land kennenlernen, viel unternehmen können. Bis dahin werden wir Freunde gefunden haben. Aus den Leuten, die wir bisher kennengelernt haben, werden teilweise Freunde geworden sein, auch wenn manche Familienmitglieder Schwierigkeiten haben, sich das einzugestehen. – Wir werden alte Freunde wiedergesehen haben. Ich habe jedenfalls vor, mit meiner Familie in Restaurants zu gehen, zu Rockkonzerten, zu Fussballspielen, unbefangen wildfremde Menschen umarmen – das vielleicht nicht, ist unschwedisch…  

Interview mit Nr. 2 (14 Jahre)

Zeitpunkt: Anfang April 2021. Wir wohnen seit acht Monaten in Schweden.

Weniger Corona-Stress

– mehr Schul-Stress

Auf einer Skala von 1-10 (1=schlecht, 10=supergut): Wie geht es dir im Moment?
  1. Weil es mir hier schon ziemlich gut geht, aber man könnte es noch verbessern, z.B. nicht so viel Schule und vor allem nicht so viele Klassenarbeiten. Da hab ich im Moment ja sehr viele.
Was gefällt dir bisher am besten/am wenigsten hier?

Am besten das Haus, in dem wir wohnen. Am wenigsten… (denkt sehr lange nach) – manchmal, wenn ich Sachen in der Schule nicht verstehe, weil die auf schwedisch reden. Das ist manchmal ein bisschen ärgerlich, weil ich mich dann manchmal ein bisschen ausgeschlossen fühle. Aber sie switchen dann oft sehr schnell ins Deutsche um.

Gibt es etwas, was dich in Schweden überrascht hat?

Wie schnell man die Sprache verstehen lernt.

Hast Du hier schon etwas Neues kennengelernt, etwas hier zum ersten Mal gesehen oder erlebt?

Das Mittagessen in der Schule schmeckt hier sehr viel besser als in Deutschland.

Womit beschäftigst Du Dich zurzeit am liebsten?

Mit Büchern.

Die Kinder in Deutschland haben seit Monaten Distanzunterricht wegen der Covid-Pandemie. Wenn sie in der Schule sind, müssen sie Masken tragen und Abstand halten. Hier gehen die Kinder von Klasse 1-9 durchgehend zur Schule seit wir hier sind (Aug. 2020). Masken werden in der Schule nur von wenigen Kindern freiwillig getragen, Abstände gibt es nicht. Welche Vor- und Nachteile dieser Situation siehst Du für die Kinder in Deutschland/in Schweden?

In Deutschland ist der Vorteil, dass sie wesentlich weniger Ansteckungsgefahr haben. Aber hier in Schweden hat man den Vorteil, dass man wesentlich mehr Kontakt mit Freunden haben kann. Und man bekommt wesentlich weniger von der Pandemie mit. Man hat wesentlich weniger das Gefühl, man könnte sich jeden Moment anstecken. Man fühlt sich irgendwie freier. Ich fühle mich weniger belastet und habe weniger Sorgen hier.

„Ich fühle mich freier und weniger belastet durch Corona hier in Schweden“

Was könnten die Schweden von den Deutschen lernen und andersrum?

Die Schweden sind meist sehr darauf bedacht, es jedem recht zu machen. Z.B. bei den Gesetzen – sie machen z.B. nur Empfehlungen zu Corona. Von den Deutschen könnten sie lernen, sich ein bisschen mehr durchzusetzen.

Die Schweden könnten lernen, ihre Kartoffeln besser zu kochen. Die schmecken hier z.T. echt scheußlich (in der Schulkantine).

Die Deutschen könnten von den Schweden lernen, sich nicht so viele Sorgen zu machen.

Wie ist das, wenn man plötzlich AusländerIn ist? In welchen Situationen merkst Du es?

Es kam am Anfang, als die Zahlen noch nicht so hoch waren, da bin ich noch mit dem Bus gefahren, und da kam es öfter vor, dass mich jemand nach dem Weg gefragt hat – da konnte ich nicht antworten. Da haben mich die Leute z.T. seltsam angeschaut. Ich würde sagen, in der Schule (ich gehe auf die deutsche Schule, deshalb wahrscheinlich weniger), aber es gibt hier z.B. ganz andere Fächer und ein anderes Benotungssystem. Da merkt man auch schnell, man ist nicht von hier. Auch beim Essen gibt es ziemlich große Unterschiede, z.B. gibt es komplett andere Chipssorten als in Deutschland, auch total andere Süßigkeiten.

Machmal ist man ziemlich verwirrt von den Sachen hier. Was mich am Anfang ziemlich verwirrt hat, ist, dass man in Schweden fast alles mit Karte, Swish oder paypal bezahlt, dass alles elektronisch abläuft. Das ist in Deutschland ganz anders. Hier gibt es Läden, da kann man nur mit Karte bezahlen. Und ich Deutschland gibt es Läden, wo man nur mit Bargeld bezahlen kann. Es gibt auch andere Feiertage. Daran merkt man auch, was den Leuten hier wichtig ist und was den Leuten in Deutschland wichtig ist. Zum Beispiel den Kanelbulletag hier.

Es ist der Eingang eines Hauses zu sehen. Die Haustür hat ein Bullauge und es liegt Schnee davor. Im Hintergrund ist ein Garten mit einem Trampolin zu erkennen. Das Bild zeigt das Haus, mit dem die hier interviewte Teenagerin sehr zufrieden ist.
Nr. 2 gefällt in Schweden besonders unser Wohnhaus (gemietet ohne Besichtigung – Covid-style). Foto: privat.
Wo wärst du jetzt gern, wenn du für ein paar Stunden überall auf der Welt sein könntest? Wen würdest du dorthin mitnehmen oder treffen?

Ich denke, ich wäre sehr gern mal nach Griechenlang gehen und mir in Athen die Überbleibsel vom Alten Griechenland ansehen. Das Orakel von Delphi z.B., oder die Akropolis in Athen. Meinen kleinen Bruder würde ich mitnehmen, weil der auch sehr fasziniert von der griechischen Mythologie ist und vielleicht meine Mutter. Weil ich glaube, weil das meine Mama noch mehr interessiert als meinen Vater.

Treffen würde ich gern – nicht in Griechenland aber generell – würde ich sehr gern BTS treffen. Dafür würde ich dann meine große Schwester und meinen kleinen Bruder mitnehmen.

Wer oder was hilft Dir beim Eingewöhnen hier?

Am Anfang sehr meine KlassenkameradInnen. Und sonst hilft es, die Familie um sich herum zu haben. Aber auch die Lehrer waren von Anfang an sehr nett. Ich denke, dass ich schon öfters umgezogen bin, hat mir auch geholfen, weil ich dadurch schon Erfahrung damit habe, mich an neuen Plätzen einzugewöhnen.

Wenn Du drei Wünsche frei hättest, was würdest Du Dir gerade wünschen? (Alles ist erlaubt und möglich.)

In einer Phantasy-Welt zu leben, wo Magie existiert.

Irgendein außergewöhnliches Talent, z.B. jede Sprache der Welt sprechen.

Die größte Bibliothek der Welt zu besitzen.

Wer oder was hilft Dir, wenn Du traurig bist?

Meine Bücher und meine kleine Schwester. Sich mit Chips vollzufressen und dabei einen sehr schokoladigen Kakao zu trinken.

Kannst Du schon Schwedisch sprechen?

Jag prater lite svenska. Ich spreche also ein bisschen schwedisch, aber man lernt es aber auch ziemlich schnell, wenn man die ganze Zeit davon umgeben ist. Es ist nur manchmal ein bisschen schwierig, in den Gesprächen hinterher zu kommen, weil die Schweden sehr schnell sprechen.

Ein Blick in die Zukunft: Was glaubst du, wie es Dir hier in einem Jahr gehen wird? Was wird anders sein als jetzt? Wie?

Ich hoffe natürlich, dass ich bis dahin die Sprache beherrsche. Ein weiterer Wunsch von mir ist, dass Corona vorbei ist, und man dadurch auch mehr mit Leuten nach der Schule unternehmen kann. Natürlich werde ich dann auch ein Jahr älter sein und dadurch vielleicht andere Probleme haben als ich sie jetzt habe. Aber ich denke, es wird sich nicht so viel grundlegend ändern. Außer dass ich mich dann vielleicht noch besser in Stockholm und generell Schweden auskenne. Und vielleicht habe ich bis dahin ein paar tolle Entdeckungen gemacht, z.B. ein schöner Platz, wo ich immer hingehe, oder mich interessiert eine Sache extrem.

Oder ich hab ein tolles Restaurant entdeckt, wo man sehr gut griechisch essen kann.

Ein griechischer Salat mit Feta. Das Bild zeigt, worauf das interviewte Kind Lust hat.

Interview mit Nr. 1 (15 Jahre)

Zeitpunkt: April 2021. Wir wohnen seit acht Monaten in Schweden.

Freunde weit weg, Schule anstrengend, Corona…

Auf einer Skala von 1-10 (1=schlecht, 10=supergut): wie geht es Dir im Moment?

7. Mir geht’s ganz gut, aber ist halt trotzdem nicht perfekt. Meine Freunde sind nicht hier und Schule ist anstrengend, es ist immer noch Corona…

Was gefällt dir bisher am besten/am wenigsten hier?

Ich weiß nicht. Ich finde mein Zimmer toll: Es ist groß, und es ist gut aufgeteilt inzwischen, und ihr (Eltern) seid weit weg.

Nicht so gut gefällt mir, dass meine Freunde nicht hier sind.

Gibt es etwas, was dich in Schweden überrascht hat?

Nicht wirklich. Wir waren ja vorher hier schon im Urlaub.

Hast Du hier schon etwas Neues kennengelernt, etwas hier zum ersten Mal gesehen oder erlebt?

Womit beschäftigst Du Dich zurzeit am liebsten?

Zeichnen, auf Discord mit meinen Freunden reden.

Die Kinder in Deutschland haben seit Monaten Distanzunterricht wegen der Covid-Pandemie. Wenn sie in der Schule sind, müssen sie Masken tragen und Abstand halten. Hier gehen die Kinder von Klasse 1-9 durchgehend zur Schule seit wir hier sind (Aug. 2020). Masken werden in der Schule nur von wenigen Kindern freiwillig getragen, Abstände gibt es nicht. Welche Vor- und Nachteile dieser Situation siehst Du für die Kinder in Deutschland/in Schweden?

Auf Dauer ist Distanzunterricht natürlich langweilig, weil man keine Leute treffen kann und man lernt deutlich weniger im Distanzunterricht. Ich habe auch zunächst nur Distanzunterricht gehabt, jetzt hatten wir etwas Präsenzzeit in der Schule, und nach den Osterferien soll es nur noch Präsenzunterricht geben.

Für manche Leute ist es besser im Distanzunterricht, kommt drauf an, wie es für einen persönlich ist. Für mich ist es besser in der Schule, weil ich dort mehr lerne. Ist, glaub ich, lerntypabhängig.

Was könnten die Schweden von den Deutschen lernen und andersrum?

Die Deutschen könnten lernen, dass sie mehr Geld in ihre technische Ausstattung in Schulen stecken müssen. Es ist so viel praktischer in Schweden, wenn alle einen Laptop haben. Und die Schweden sollten endlich lernen, Corona ernst zu nehmen.

„Die Deutschen könnten lernen, dass sie mehr Geld in die technische Ausstattung der Schulen stecken müssen“

Bei mir in der hiesigen Schule ist es ja so gewesen, dass wir komplett den Unterricht nach Stundenplan online hatten, das war nicht so logisch. In Deutschland ist es bei den meisten so, dass sie nur ein paar Stunden online hatten (Deutsch, Englisch, Mathe – halt die Hauptfächer, die zweite Fremdsprache wäre wahrscheinlich auch gut, aber das haben die nicht) und für den Rest haben sie Aufgaben bekommen, was dann eher langfristige Projekte waren. Das ist für Distanzunterricht einfach praktischer. Technisch ist es hier besser, inhaltlich eher in Deutschland.

Wie ist das, wenn man plötzlich AusländerIn ist? In wasfür Situationen merkst Du das?

Ich merke es, wenn ich einkaufen gehe. Ich sehe da keine Probleme oder Nachteile, da ich gut Englisch kann, weil alle Schweden irgendwie Englisch können. Ich habe nicht das Gefühl, dass man komisch angeguckt wird, wenn man kein Schwedisch kann. Ich werde höchstens wegen meiner Outfits komisch angeschaut.

Wo wärst du jetzt gern, wenn du für ein paar Stunden überall auf der Welt sein könntest? Wen würdest du dorthin mitnehmen oder treffen?

In Südkorea mit Elina und Malik und Lotti (meinen besten FreundInnen). Und ich würde gerne BTS (eine sehr erfolgreiche koreanische Boyband, Anm. d. Red.) treffen.

Straßenszene aus Einkaufszone in Südkorea.
Wer oder was hilft Dir beim Eingewöhnen hier?

Richtig in die Schule zu gehen, weil man dann auch Leute trifft, die hier leben.

Wenn Du drei Wünsche frei hättest, was würdest Du Dir gerade wünschen? (Alles ist erlaubt und möglich.)

Dass Corona vorbei ist, dass der Klimawandel aufgehalten wurde und dass (zögert sehr lange…) – dass ich mein Leben genauso leben kann, wie ich es mir vorstelle.

"Planet over profit" steht auf einem Pappschild, das eine Demo-Teilnehmerin hält. Wahrscheinlich fridays for future-Demo.
Wer oder was hilft Dir, wenn Du traurig bist?

Meine Freunde. Wir reden miteinander und spielen irgendwas auf Discord.

Kannst Du schon Schwedisch sprechen?

Quasi gar nicht. Ich hatte bisher kaum Unterricht darin und durch die Pandemie habe ich auch nicht so viel Schwedisch gehört.

Ein Blick in die Zukunft: Was glaubst du, wie es Dir hier in einem Jahr gehen wird? Was wird anders sein als jetzt? Wie?

Ganz gut. Werde wahrscheinlich Freunde hier gefunden haben. Und ich hoffe, dass die Pandemie vorbei ist bzw. dass genug Leute geimpft sind, dass angefangen wurde, Kinder zu impfen. Und ich denke, es wird ganz cool. Wenn man wieder rausgehen kann und Sachen erleben, ich hier mehr Leute kenne, wenn meine Freunde aus Deutschland mich hier besuchen können, und ich sie besuchen kann und BTS ein Konzert machen kann…

Interview mit Nr. 3 (10 Jahre)

Badeseen gut – alles andere schlecht

Zeitpunkt: April 2021. Wir wohnen seit acht Monaten in Schweden.

Auf einer Skala von 1-10 (1=schlecht, 10=supergut): wie geht es Dir im Moment?

4 oder 3. Weil Baum. (Verweist auf Beitrag hier, den solle man lesen, wenn man mehr wissen wolle.)

Was gefällt dir bisher am besten/am wenigsten hier?

Am besten dass es hier so warm ist. Ich find´s warm. Auch schon im Frühling. Dass es hier sehr viele Seen gibt. Am wenigsten: alles andere.

Gibt es etwas, was dich in Schweden überrascht hat?

Dass die so dumm mit Corona umgehen. Sie machen sehr viele Sachen falsch, tragen keine Masken in Geschäften und so, halten keinen Abstand…

Hast Du hier schon etwas Neues kennengelernt, etwas hier zum ersten Mal gesehen oder erlebt?

Nö.

Womit beschäftigst Du Dich zurzeit am liebsten?

Ich lese sehr gern.

Die Kinder in Deutschland haben seit Monaten Distanzunterricht wegen der Covid-Pandemie. Wenn sie in der Schule sind, müssen sie Masken tragen und Abstand halten. Hier gehen die Kinder von Klasse 1-9 durchgehend zur Schule seit wir hier sind (Aug. 2020). Masken werden in der Schule nur von wenigen Kindern freiwillig getragen, Abstände gibt es nicht. Welche Vor- und Nachteile dieser Situation siehst Du für die Kinder in Deutschland/in Schweden?

Nachteil für die Kinder in Deutschland ist, dass sie ihre Freunde nicht sehen können, wenn sie welche haben. Für ein Kind wie mich wäre das nicht so schlimm, Distanzunterricht zu haben, weil ich nur einen Freund habe, der eine halbe Stunde entfernt wohnt.

Hier in Schweden ist der Nachteil, dass sie sich anstecken können und damit auch ihre Familie. Und manche Kinder werden auch nach Hause geschickt, wenn sie Maske tragen (nicht in meiner Schule, in anderen). Der Vorteil für die deutschen Kinder ist, dass sie besser vor Corona geschützt sind und auch ihre Familie besser schützen können.

Der Vorteil für die schwedischen Kinder ist, dass sie ihre Freunde treffen können. – Wenn sie Freunde haben.

Was könnten die Schweden von den Deutschen lernen und andersrum? 

Die Schweden könnten lernen, besser mit Corona umzugehen. Z.B. müssten auch ein paar Deutsche in der schwedischen Regierung sitzen, damit auch was abgestimmt werden kann, wie man mit Corona umgehen soll. Bessere Wurst herzustellen könnten die Schweden auch lernen. Und bessere Döner und besseres Schulessen.

„Die Deutschen könnten von den Schweden lernen, mehr zu Fuss zu gehen“

Die Deutschen können von den Schweden lernen, mehr zu Fuss zu gehen und mit dem Rad zu fahren, im Park zu spazieren statt nur im Haus rumzusitzen, faul zu sein und dick zu werden. Die Schweden sind sportlicher. Die Deutschen könnten auch lernen, die Seen besser auszustatten: bei den Schweden gibt es an den Seen z.B. Bänke, Kioske usw… am Schlachtensee gibt es das z.B. nicht.

Wie ist das, wenn man plötzlich Ausländer ist? In welchen Situationen merkst Du, dass Du AusländerIn bist?

Scheiße. Man muss ’ne neue Sprache lernen, man muss eine neue Kultur lernen. Man muss extrem viel lernen: es gibt andere Sitten, anderes Essen… andere Probleme, andere gute Sachen. Z.B. wenn Schilder irgendwo stehen, verstehe ich die nicht. Oder wenn mich Leute ansprechen. Das ist ein doofes Gefühl. Ich merke auch, dass ich Ausländer bin, wenn ich Sachen nicht weiß, die für andere selbstverständlich sind, z.B. wo Badeseen sind. Man vermisst auch seine Heimat, kennt sich nicht aus.

Wo wärst du jetzt gern, wenn du für ein paar Stunden überall auf der Welt sein könntest? Wen würdest du dorthin mitnehmen oder treffen?

Ich wäre gern in Deutschland. Da würde ich gern ein paar Döner und Pizza essen, ein paar deutsche Sachen kaufen (z.B. deutsche Chips, weil es hier so wenige Sorten gibt). Meine Familie würde ich mitnehmen und meinen Freund würde ich in Deutschland treffen wollen. Ein paar Lieblingsorte würde ich noch besuchen, z.B. meine alte Schule.

Was gefällt Dir hier an der Schule besser, was findest Du weniger gut als an Deiner Schule in Deutschland?

An dieser Schule finde ich es besser, dass… eigentlich finde ich nichts besser.

An der Schule in Deutschland finde ich das Essen besser, dass die Bibliothek die ganze Zeit offen ist, dass man essen gehen kann, wann man möchte, dass man – wenn man nicht will – überhaupt nicht in die Mensa gehen muss. In Deutschland gibt es einen größeren Schulhof, mehr Kinder, dass die Klassen 4-6 zusammen unterrichtet werden finde ich auch besser: weil man dann auch ältere Kinder kennenlernt, Interessen austauschen kann, ältere Freunde finden kann vielleicht.

Wer oder was hilft Dir beim Eingewöhnen hier?

Es hilft mir, dass ich schon früher öfter hier war und Mama.

Wenn Du drei Wünsche frei hättest, was würdest Du Dir gerade wünschen? (Alles ist erlaubt und möglich.)

Dass wir in Deutschland weiter leben könnten, dass Corona weg wäre, und dass wir ein eigenes Schwimmbad hätten.

Wer oder was hilft Dir, wenn Du traurig bist?

Mama.

Kannst Du schon Schwedisch sprechen?

Nein. Nur ein paar Sätze. Z.B. Jag heter Moritz (Ich heiße Moritz). Jag prater inte svenksa. (Ich spreche kein Schwedisch.)

Ein Blick in die Zukunft: Was glaubst du, wie es Dir hier in einem Jahr gehen wird? Was wird anders sein als jetzt? Wie?

Ich habe mich zwar besser eingewöhnt (wenn ich mehr Sachen weiß, wo Badeseen liegen z.B.), aber sonst nichts. Vielleicht ist Corona weg. Ich hoffe, dass es besser wird. Besser wäre, wenn ich mehr Schwedisch verstehe, dass ich Freunde habe, nettere Lehrer, bessere Lehrer.